Crete Contact - Spitzenweine & Olivenöle aus Kreta

Skandale beim Olivenöl

Verfasst am 28. Februar 2012Abgelegt unter Neuigkeiten

In Deutschland wird, aus welchen Gründen auch immer, selten über Skandale und Mogeleien in der Olivenölbranche berichtet.

Dabei wären Informationen darüber durchaus angebracht, denn seit rund 15 Jahren jagt eine Fälschungs- und Korruptionswoge die andere. So wurde beispielsweise in Italien das Oberste Landgericht der apulischen Küstenstadt Trani zur zentralen Anklagebehörde, die Fälschungen und Panschereien beim Olivenöl in unvorstellbaren Ausmaß aufdeckte. Beteiligt waren fast alle Großkonzerne, deren Olivenöl auch bei uns die Supermarktregale füllen.

 Es kam zu Massenverhaftungen, Verurteilungen und Großfahndungen. Viele Verantwortliche entzogen sich der Verhaftung durch Flucht. Täglich berichten die italienischen Gazetten davon. Hierzulande erfahren wir darüber jedoch fast nichts! Wen erstaunt es noch, dass jährlich weltweit zwei Millionen Tonnen Olivenöl“extra vergine“ erzeugt werden, laut Statistik aber wundersamer Weise mehr als 2,5 Millionen verbraucht werden?

Deutschland produziert selbst kein Olivenöl und hat deshalb in diesem Bereich keine Tradition. Butter, Schmalz und Sonnenblumenöl sind hierzulande immer noch die am häufigsten verwendeten Fette. So ist der Konsum mit etwa 1 Liter Olivenöl sehr bescheiden gegenüber 20 Litern und mehr in Italien bzw. in Griechenland. Ohne die große Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer aus dem Mittelmeerraum wäre diese Zahl ohne Frage noch geringer. Von dem nach Deutschland verkauften Olivenöl „extra vergine“ deckt Italien Dreiviertel des Marktes ab. Nach Auskunft des ICE, des Italienischen Instituts für Außenhandel, gehen 55 Prozent der Olivenöle an Diskountmärkte, wobei Aldi mit 30 Prozent marktführend ist. Und 86 Prozent aller Olivenöle, die in Deutschland verkauft werden, sind Billigöle, nur 14 Prozent gehören der gehobeneren Klasse an.

Die Billigöle werden überwiegend aus spanischen und nordafrikanischen Ölen gemischt. Sie sind vor allem deshalb so billig, weil die Ölbauern die hohen Kosten für die Ernte sparen und einfach warten, bis die überreifen Oliven vom Baum fallen. Die wochenlang auf dem Erdboden bei Regen faulenden Früchte haben einen Ölsäuregehalt von bis zu 17 Prozent (ein Spitzenöl hat maximal 0,5 Prozent!) und gelten bei Experten als für den Verzehr nicht geeignet. Es ist heute technisch kein Problem, diese verdorbenen Fusel-Öle zu Pseudo-„extra vergine“ Ölen zu schönen: Sie werden entsäuert, erhitzt. gebleicht, mit einem aus der Schokoladenindustrie als Abfallprodukt entstandenen Haselnussöl gestreckt und mit Chlorophyll schließlich grünlich verschönert. Zwei Tropfen echtes Olivenöl runden diese Brühe ab. In Duft und Geschmack sind diese üblichen Fehltöne, zum Beispiel stichig, ranzig oder weinig, nicht einmal festzustellen. Aber das Öl duftet und schmeckt nicht im Geringsten nach Olivenöl. Es ist ein artfremdes, vollkommen ausdrucksloses Öl.

Vorsicht vor Billigöl! Da es nachweislich in Italien keine Ölmühle gibt, die ein Olivenöl für einen Preis herstellen kann, der sich für die Dreiviertel-Liter-Flasche im Laden bei rund zwei Euro einpendelt – direkt ab der Ölmühle wird der Liter offenes Öl nicht unter vier bis fünf Euro gehandelt! -, sind solche billigen Öle natürlich nicht in Italien hergestellt. Quelle: „Der Feinschmecker“-Einkauftipps. Verfasser ist Horst Schäfer-Schuchardt aus Würzburg. Er ist Deutschlands führender und international renommierter Olivenölexperte. Er schrieb u.a. „Die Olive“ – Geschichte einer besonderen Frucht. Es handelt sich hier um eine verkürzte Wiedergabe!

Noch ein Hinweis in eigener Sache! Auf dem Rückenetikett unseres „MINOAS – Extra natives Olivenöl“ befindet sich ein von Hand abzustempelndes weisses Feld, aus welchen Sie folgendes erkennen können: Die oberste Zeile gibt Auskunft über die Mindesthaltbarkeit (bei sachgemäßer Lagerung, d.h. dunkel und kühl). Die zweite Zeile läßt Rückschlüsse auf Erzeuger und das Erntejahr zu. Die Olivenernte beginnt auf Kreta ca. Mitte November. Danach benötigt das Olivenöl 3-4 Monate, um sich von den Fruchtfleischanteilen zu trennen. Wir kaufen dann im Frühjahr das Olivenöl, nach persönlicher Verkostung direkt vor Ort. Daher ist unser hochwertiges Olivenöl garantiert unfiltriert. Angegeben ist hier das Einkaufsdatum in den letzten vier Zifffern.

L1 = Familie Ilias Vlasakis aus Kalamitsi – Amigdali – Region Apokoronas
L2 = Familie Georgios Christoulakis aus Exopoli – Region Apokoronas
L3 = Familie Christos Mamaloukakis aus Georgioupoli – Region Apokoronas
L4 = Familie Michalis Vlasakis aus Kalamitsi – Alexandrou – Region Apokoronas
L5 = Familie Argiro Votzakis aus Kalamitsi – Amigdali – Region Apokoronas
L6 = Familie Michalis Nikolarakis aus Exopoli – Region Apokoronas
L7 = Familie Christina Votzakis aus Kalamitsi-Amigdali – Region Apokoronas
L8 = Familie Kanakis Boundourakis aus Maza – Region Apokoronas

 

Über uns

Crete-Contact – das sind Constantinia Loula, Griechin aus Makedonien und Ewald Pfeuffer, Franke aus Obertheres. Seit 1998 bieten wir unseren Kunden phantastisches, naturbelassenes Olivenöl  und hervorragende Weine aus der ursprungsgeschützten Region Apokoronas/Kreta an.

Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist, dass wir persönlich im Winter/Frühjahr vor Ort sind, um die Olivenöle zu probieren und eine versiegelte Probe in ein staatlich anerkanntes Labor schicken.

Wir machen es nicht wie andere Firmen, die Ihre Bestellung per Telefon, Fax oder Mail abgeben.

Wir trauen in diesem Falle nur uns.

Wenn die Werte gut sind, füllen wir selbst in der Ölmühle von Tsivaras mit ab. Und sind dabei, bis die Waren auf dem LKW verladen werden.

Wir empfehlen auch folgende Berichte aus der“ Zeit“ und der „FAZ“:

http://www.zeit.de/2015/02/oelpreis-olivenoel-discounter-deutschland

http://www.faz.net/-gvz-8dods

 

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